FoodForestNursery – Die Bildungsbaumschule

Oberstes Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 Waldgartensysteme großflächig als landwirtschaftliche Produktionssysteme zu etablieren. Das System Waldgarten ermöglicht erstmalig, Nutz- und Kulturpflanzen (Obstbäume, Beerensträucher, Gemüsepflanzen, Kräuter, etc.), Nutztiere (Hühner, Schweine, Bienen, etc.), Pilze, Faserpflanzen, Kurzumtriebsgehölzen und vieles andere mehr aus unterschiedlichsten Herkunftsregionen miteinander zu kombinieren. Damit kann ein Aus- und Lösungsweg aus der Monotonie der Nahrungsmittelerzeugung aufgezeigt werden, mithin aller seiner damit verbundenen Problemlagen. Angesichts der fehlenden Verfügbarkeit einer ausreichenden Anzahl von Pflanzen zur Realisierung von großflächigen Waldgartenanlagen errichten wir ab Frühjahr 2020 eine vorerst ca. 0,5 ha große Baumschule mit Mutterpflanzenquartier und Gärtnerei zur Anzucht von holzigen und staudigen Gewächsen.

Die Notwendigkeit der landwirtschaftlichen Umstrukturierung und damit der Pflanzenanzucht ergibt sich aus den aktuellen Problemlagen der konventionellen landwirtschaftlichen Strukturen und Betriebsweisen. Problematische Aspekte sind unter anderem der Verlust der Biodiversität, Bodenerosion und Humusabbau, hoher Ackergifteinsatz (Herbizide, Insektizide, Fungizide), großflächige Monokulturen, gestörte (Boden)Wassermilieus, Freisetzung klimawirksamer Gase sowie eine geringe Widerstandsfähigkeit gegenüber klimatischen Störungen. Der hohe Einsatz von mineralischen Düngemitteln und der übermäßige Einsatz von Gülle bewirken eine Nitratanreicherung und damit weitreichende Grundwasserverschmutzungen.

Die genannten Problemlagen erfordern die Erprobung bzw. Prüfung alternativer Landbewirtschaftungsmethoden, um die Nahrungsmittelversorgung der Menschen auf bevorstehende Veränderungen vorzubereiten bzw. die Resilienz von Anbausystemen bezüglich der globalen Erwärmung zu erhöhen und insbesondere Artenvielfalt zu sichern. Die Sicherung der zukünftigen Nahrungsmittelversorgung bei einer steigenden Menschenanzahl auf der Erde gehört zu den existenziellen Herausforderungen dieser Generation und trägt damit zu einer Erhöhung der Überlebenswahrscheinlichkeit des Menschen auf unserem Planeten bei.

Die Arbeitsphase der Baumschule wird durch gemeinsame Aktionen begleitet. Interessierte sind herzlich eingeladen den strukturellen Aufbau zu unterstützen. Eingebunden ist die Bildungsbaumschule in das Bildungsportfolio des Energieparks Neuruppin.

Anschrift

Am Eichenhain 4
16816 Neuruppin

Ansprechpartner

Dr. Stephan Lehmann / André Klein

Kontakt

Tel: 03391 348295
Mail: lehmann@stattwerke.de

Dieses Projekt wird gefördert durch: